Ein weltweit führender Anbieter für Gasfedern, Dämpfer und elektrische Antriebe

Stabilus wurde im April 2010 durch den Fonds  „Triton III"  erworben

Stabilus entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige Präzisions-Federsysteme, die in der Automobil- und Büromöbelbranche sowie in der industriellen Anwendung bei elektromechanischen Öffnungs- und Schließsystemen ("Powerise") zum Einsatz kommen. Mit über 70 Jahren Erfahrung ist Stabilus weltweit Marktführer für Gasfedern und hydraulische Schwingungsdämpfer sowie ein führender Anbieter von elektromechanischen Öffnungs- und Schließsystemen. Stabilus beliefert über 100 Kunden in der Automobilindustrie und hat in diesem Bereich einen weltweiten Marktanteil von etwa 70%. Des Weiteren hat Stabilus etwa 2.500 Industriekunden zum Beispiel in den Bereichen Medizin- und Reha-Technik (Operationstische, Krankenhausbetten, Rollstühle), Transport und Verkehr (Klappen und Deckel für Gepäck, Ladung und Wartung), Möbel (Schrankklappen, Betten, Tische) und Haus- und Gebäudetechnik (Oberlichter, Rauchabzugsöffnungen, Markisen). Im Bereich der industriellen Anwendungen besitzt Stabilus einen weltweiten Marktanteil von etwa 35%.

Stabilus hat seinen Hauptsitz in Koblenz und beschäftigt rund 4.000 Mitarbeiter weltweit. Das Unternehmen verfügt mit weltweit elf Produktionsstandorten in Australasien, Amerika und Europa über eine regionale Präsenz in den für Stabilus wichtigen Kernmärkten. Durch seine internationale Reichweite beliefert Stabilus den Großteil der Bluechip-Automobilhersteller und Industrie-unternehmen.

Transaktion und Investmentansatz

Triton hatte sich vor dem Kauf bereits über acht Jahre eingehend mit Stabilus befasst und die verschiedenen Eigentumsverhältnisse mitverfolgt. Ab Frühjahr 2009 baute Triton Beziehungen zu den Banken und übrigen Stakeholder-Gruppen auf und begann, in die Verbindlichkeiten des Unternehmens zu investieren, mit dem Wissen, dass die Schuldenlast für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung wahrscheinlich zu hoch war. In mehreren Monaten konstruktiver Zusammenarbeit mit den Banken erarbeitete Triton eine langfristige Lösung für Stabilus und erwarb das Unternehmen schließlich im April 2010 durch die Kombination eines Schuldenswaps und der Bereitstellung von frischem Kapital. Als Folge verringerte sich die Schuldenlast, während die Liquidität des Unternehmens gleichzeitig gestärkt wurde.

Triton erkannte, dass Stabilus hinter seinen Möglichkeiten blieb und aufgrund seiner führenden Marktposition (10-mal größer als sein nächster Wettbewerber), seinem Wettbewerbsvorteil (technologisches Know-how und Produktionskompetenz), den Wachstumschancen (regionales Wachstum im asiatischen und südamerikanischen Markt sowie Ausbau des Industriegeschäfts und Entwicklung neuer Produkte) und der operativen Verbesserung der Fertigungsstandorte großes Potential zur Weiterentwicklung aufwies. Triton war überzeugt davon, dass Stabilus mit entsprechender Führung seine Kernkompetenzen im Bereich der Kinematik auch auf weitere Wachstumsbereiche wie elektromechanische Öffnungs- und Schließsysteme ausbauen kann.

Auf einen Blick
Land
Deutschland
Fonds
TRITON III
Investitionszeitpunkt
April 2010
Veräußert
März 2015
Sektor
Industrie
Kontakt
Andi Klein
Andi Klein
TSM Investment Advisory Committee, Investment Advisory Professional
Unternehmenswebsite
Maßnahmen seit Tritons Investition
  • Investition von frischem Kapital und Abschreibung von Schulden zur Verbesserung der Liquidität und Stärkung der Konzernbilanz
  • Anpassung der Strategie und verstärkte Investitionen (Capex und Personal) in das Powerise-System führten zu einer Umsatzsteigerung von annähernd null auf über 55 Millionen Euro (GJ 12/13) mit einem Auftragsvolumen von über 100 Millionen Euro mit Aussicht auf weitere Wachstumsmöglichkeiten
  • Optimierung der europäischen Standortstruktur und gezielter Ausbau von Fertigungskapazitäten einhergehend mit einer technischen Modernisierung der Werke in China, Mexiko, Rumänien und Brasilien
  • Ausbau der Präsenz und Stärkung des Vertriebs weltweit und insbesondere in Asien (durch Zugang zu lokalen OEMs und Steigerung der Fertigungskapazitäten)
  • Fokussierung auf das Industriegeschäft mit einer hohen Marge führten zu einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzanstieg (CAGR) von 8% zwischen 2010 bis 2013
  • Im Ergebnis dieser Maßnahmen erreichte Stabilus ein Verbesserung des EBITDA von rund 30 Millionen Euro (GJ 08/09) auf 87Millionen Euro (GJ 12/13)
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